Person und Publikationen

 

Studierte Physik und Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1991: Abschluss als Dipl.-Phys., 1994: Promotionen zum Dr. phil.), Habilitation für Philosophie an Technischen Universität Chemnitz (2011), Zusatzspezialisierung: Umweltmanagement/Umweltökonomie in Dortmund (1999) und als Business-Coach BZTB (2016) in Krefeld

 

 

Buchveröffentlichungen

 


 

Einheit und Höherdimensionalität. Untersuchungen zu wissenschaftstheoretischen Aspekten der Einheitsproblematik in der Physik am Beispiel höherdimensionaler einheitlicher Feldtheorien. Frankfurt a.M.1994.

Das Problem einer einheitlichen Grundlage alles Bestehenden hat seit jeher eine große Rolle in der Philosophie gespielt und stets auch eine große Ausstrahlung auf die Naturwissenschaft gehabt. Exemplarisch werden verschiedene Entwürfe für eine höherdimensionale einheitliche Feldtheorie diskutiert.

Es wird der Frage nachgegangen, was überhaupt unter der „Einheit von Theorien“ zu verstehen ist. Dabei zeigt sich, dass sich zwischen unterschiedlichen Ebenen der „Einheit von Theorien“ unterscheiden lässt. Die „Einheit von Theorien“ kann sich beziehen auf übergreifende Begriffe (z. B. Feldbegriff), auf eine formal mathematische Zusammenfassung unterschied­licher Phänomene (z. B. im Rahmen der Projektiven Einheitlichen Feldtheorie), auf einen genetischen Zusammenhang von Theorien (z. B. zwischen newtonscher und relativistischer Mechanik), auf ein einheitliches Gesetz zur Erklärung unterschiedlicher Phänomene (z. B. Elektromagnetismus), aber auch auf einen gemeinsamen Referenzbereich verschiedener Theorien (z. B. phänomenologische und statistische Thermodynamik).

Die Verwendung höherdimensionaler Geometrien wirft die Frage nach dem ontologischen Status höherdimensionaler Raum-Zeiten auf. Handelt es sich lediglich um mathematische Formalismen, oder kommt ihnen eine eigene Realität zu? Es zeigt sich, dass beide Interpretationskonzepte ihre Berechtigung besitzen. Spielt etwa bei der Klasse der Projektiven Einheitlichen Feldtheorie (kurz: PUFT) der höherdimensionale Raum die Rolle eines Instruments zur mathematisch eleganten Darstellung, so lassen sich bei der Klasse der Kaluza-Klein-Theorien Eigenschaften ableiten, die als Hinweis auf einen ontologisch eigenständigen Realitätsstatus gedeutet werden können. Folgt man Poppers Realitätskriterium, wonach als real zu betrachten ist, was sich durch physikalische Wirkungen nachweisen lässt, so kann etwa der Einfluss der Extradimensionen auf die Dynamik der vierdimensionalen Raum-Zeit als Hinweis auf deren Realität gedeutet werden.

Interessant sind die höherdimensionalen einheitlichen Feldtheorien auch unter dem Blickwinkel der Wissenschaftstheorie. Da sie in hohem Maße dem Typ einer Theorie entsprechen, die etwa Popper, Kuhn oder Lakatos bei ihren Untersuchungen vor Augen hatten, bieten sie gute Musterbeispiele für Erkenntnismodelle im Sinne der genannten Wissenschaftstheoretiker.    

Mitherausgeber:

W. Hogrebe/K. Herrmann (Hrsg.): Jakob Friedrich Fries. Philosoph, Naturwissenschaftler und Mathematiker. Verhandlungen des Symposions „Probleme und Perspektiven von Jakob Friedrich Fries’ Erkenntnislehre und Naturphilosophie“ vom 9. bis 11. Oktober 1997 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Studia Philosophica et Historica, Bd. 25 (1999).

Jakob Friedrich Fries (1773–1843) zählt sicherlich zu den bedeutendsten Denkern der auf Kant folgenden Phase der deutschen Philosophie. Das wird in eindrucksvoller Weise durch die Beiträge dieses Bandes belegt, die aus Vorträgen auf dem Fries-Symposion hervorgingen, das im Oktober 1997 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattfand. Die Autoren beleuchten die Lebensumstände von Fries, ordnen sein Werk philosophiegeschichtlich ein und setzen sich systematisch mit erkenntnistheoretischen, naturphilosophischen, wissenschaftstheoretischen und politischen Aspekten seiner Philosophie auseinander. Auch die Rezeption des Fries’schen Werkes bei Naturwissenschaftlern wie M. J. Schleiden und Philosophen wie E. F. Apelt und L. Nelson kommt zur Sprache.

Mathematische Naturphilosophie in der Grundlagendiskussion – Eine Studie über das Verhältnis von Jakob Friedrich Fries’ kritischer Philosophie zu Naturwissenschaft und Mathematik. Göttingen 2000. 

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Der erste Teil des Buches will in die Grundprobleme Fries’scher Erkenntnis­theorie, Methodenlehre und Naturphilosophie einführen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Fortführung der kantischen Ansätze durch Fries sowie auf die aktuelle Interpretation der Fries’schen Lehre gerichtet ist.
Der wissenschaftshistorisch ausgerichtete zweite Teil analysiert Fries’ Stellung zu naturwissenschaftlichen und mathematischen Diskussionsrichtungen (Probleme der Identifizierung der Physik als eigenständige Disziplin, der Grenzziehung zwischen Physik und Chemie, der Mathematisierung der Naturwissenschaften, der Imponderabilientheorie, der Systematik von Naturwissenschaft und Mathematik, des Unendlichen, der Parallelentheorie usw.) sowie sein Verhältnis zu Naturwissenschaftlern und Mathematikern seiner Zeit. Das Buch enthält neue Erkenntnisse, die aus der Auswertung zahlreicher Nachlassmaterialien gewonnen wurden. Erstmalig wird unter dem Blickwinkel „Fries als Naturwissenschaftler und Mathematiker“ auch der sehr umfangreiche Reichel-Briefwechsel ausgewertet. Dem Reichel-Briefwechsel entstammt auch Fries’ Versuch eines Beweises des Parallelenaxioms, der in diesem Buch erstmalig in transkribierter Form vollständig vorliegt.

Mitherausgeber:

K. Herrmann/J. Schroth (Hrsg.): Leonard Nelson – Kritische Naturphilosophie. Heidelberg 2004.

Metaphysik als Fundament der Wissenschaften, Philosophie, eine exakte Disziplin, die dieses Fundament offenlegt: Leitmotive des Kant-Fries’schen Denkgebäudes, die Leonard Nelson zu Beginn des 20. Jahrhunderts in interdisziplinäre Forschungsprogramme umsetzt. Die dabei angewandten – an der mathematischen Axiomatik ausgerichteten – Methoden haben nichts an Aktualität eingebüßt. Kann Nelson dieses Vorhaben bezüglich seiner Ethik verwirklichen, so verhindert sein früher Tod eine systematische Darstellung seiner Naturphilosophie und Methodenlehre. Der vorliegende Band enthält vier Mitschriften von Lehrveranstaltungen Nelsons. Diese Schriften, die die zu seinen Lebzeiten veröffentlichten Arbeiten zur Naturphilosophie ergänzen und erweitern sollen, decken einen Zeitraum von ca. 15 Jahren ab und geben somit einen repräsentativen Einblick in Nelsons naturphilosophisches Schaffen. Die vorliegende Zusammenstellung naturphilosophischer Nachlassschriften darf als verhältnismäßig vollständig gelten.

Welche Kompetenz hat Wissenschaftsphilosophie?. Chemnitz 2012. Many prominent scientists have pointed out that philosophy is of no benefit to science. Stephen Hawking asserts: Philosophy is dead! Sciences use conceptions like natural laws, matter, nature, theories, etc. But science is also confronted with questions such as: “What is a natural law?” “What is nature?” “What is matter?” and “What is a scientific theory?” These (metatheoretical) questions exceed the sphere of competence of science – they are items of the philosophy of science. Philosophy of science is a metatheory of science. The Philosophy of science overlaps epistemology, ontology, and metaphysics by exploring whether scientific results are true, or whether entities like quarks or electrons really exist. More detailed investigations bring various questions into consideration such as: “How do we define the boundaries between different scientific disciplines?” “Is there a relation between the beauty and the truth of a scientific theory?” and “How do we distinguish between science and pseudoscience?” Additionally, the philosophy of science is concerned with ethical problems of modern technology, with the methodological questions, with the reconstruction of the structure and the development of scientific theories, and with revealing of any indoctrination of science. The optimistic conclusion of this paper is: Philosophy is still alive – but the philosopher has to participate in round-table discussions with scientists. We just want philosophers talking to scientists!

Apriori im Wandel Für und wider eine kritische Metaphysik der Natur. Heidelberg
2012.

Flyer Apriori im Wandel

 

Im 19. Jahrhundert vollzieht sich der Übergang vom klassischen zum modernen Wissenschaftsideal: Die Wissenschaft wird nicht mehr als kategorisch-deduktives System absoluter Wahrheiten, sondern als ein hypothetisch-deduktives System problematisch-konditionaler Sätze angesehen. Damit erlangt auch das synthetische Apriori mehr und mehr den Status von etwas Problematisch-Konditionalem, das vermöge der Empirie aufgefunden und nachkorrigiert wird, schlussendlich sogar selbst von der Empirie abhängt. Es büßt dabei seinen ursprünglichen Zweck ein, nämlich die Bedingungen der Möglichkeit objektiver Erkenntnis zu formulieren. Sofern man wissenschaftlicher Erkenntnis Objektivität zugesteht, bleibt jedoch die Frage nach dem synthetischen Apriori aktuell. Das vorliegende Buch will einerseits den historischen Wurzeln sowie verschiedenen Interpretationen des synthetischen Apriori nachspüren und andererseits nach Ansätzen für eine zeitgemäße Reinterpretation dieses fundamentalen Begriffes fragen.

Rezension zu: Apriori im Wandel – Für und wider eine kritische Metaphysik der Natur (Andreas Brandt). In: Philosophische Rundschau. Eine Zeitschrift für philosophische Kritik. Bd. 60, Heft 3 (2013), S. 253–256. 

Rezension Apriori im Wandel (Brandt) PhR 60.3 (2013)

Faszination Zeitreisen Eine Vision zwischen Science und Fiction. Chemnitz 2014.

 

 

 

 

Permalink: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:ch1-qucosa-158695

 

 

 

 

 

Zeitreisen sind ein alter Menschheitstraum; sie beflügeln die Fantasie und bieten Stoff für skurrile Geschichten. Wells’ Roman „Die Zeitmaschine (1895)“ steht am Anfang einer Fülle von Science-Fiction-Literatur, die sich dem Thema der Zeitreisen widmet.

Eine Arbeit zum Thema Zeitreisen zwingt zu einer Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Zeit“. Die Vielschichtigkeit und der antinomische Charakter dieses Begriffes machen es schwer, „Zeit“ genauer zu fassen. Zeit tritt uns entgegen als Form der Wahrnehmung in ihrer zutiefst subjektiven Seite, als biologischer Rhythmus, als soziales Phänomen im Sinne einer kollektiven Zeitbestimmung, aber eben auch als physikalischer Parameter.

Einsteins Relativitätstheorie revolutioniert unsere Vorstellungen von Raum und Zeit, indem sie sich vom newtonsch-mechanischen Konzept des absoluten Raumes und der absoluten Zeit löst. Sie macht aber das, was bei Wells zehn Jahre vorher noch reine Fiktion war, zu einem für die Physik diskussionswürdigen Thema, nämlich das „Problem der Zeitreisen“. Einsteins Spezielle Relativitätstheorie (1905) erlaubt durch den von ihr vorhergesagten Effekt der Zeitdilatation „Reisen in die Zukunft“ und die Einsteinsche Gravitationstheorie lässt geschlossene zeitartige Linien als Lösungen ihrer Gleichungen zu (z. B. Gödel-Kosmos, Anti-de-Sitter-Kosmos). Allerdings würde eine Reise auf einer Zeitschleife sofort ein ganzes Bündel von Paradoxien (z.B. Großvater-Paradoxon, Informationsparadoxon) und semantischen Inkonsistenzen nach sich ziehen.

Die vorliegende Arbeit erörtert Ansätze für „Zeitmaschinen“, die in Einklang mit der modernen Physik stehen. Besprochen werden u. a. die Tachyonen-Hypothese, Tiplers rotierender Zylinder, der Gödel-Kosmos, der Anti-de-Sitter-Kosmos und die sogenannten „Wurmlöcher“. Zugleich sollen Ansätze vorgestellt werden (z. B. Eternalismus, Viele-Welten-Modell, Prinzip der konsistenten Geschichte), die Lösungsversuche für die Paradoxien von Vergangenheitsreisen bieten.

Obwohl erstaunlicherweise die fundamentalen Gesetze der Physik (abgesehen von extrem seltenen und makroskopisch nicht in Erscheinung tretenden quantenmechanischen Effekten) bei einer Zeitumkehr nicht verletzt sind, scheint es in der Natur doch ein grundsätzliches Verbot von Vergangenheitsreisen zu geben. Der Physiker Dieter Zeh, dessen Position im Schlusskapitel der Arbeit näher beleuchtet wird, vertritt die Auffassung, dass die Science-Fiction-Literatur zum Thema „Zeitreisen“ überwiegend auf einfachen begrifflichen Fehlern beruhe. Die in Anlehnung an die Allgemeine Relativitätstheorie konstruierten Vorgänge seien bestenfalls genauso „theoretisch möglich“ wie ein Gas, das sich von selbst in einer Ecke des Gefäßes versammelt.

Um die Reisen in die Vergangenheit scheint es zu stehen wie mit einer Anfrage an Radio Jerewan; die Antwort lautet stets: „Im Prinzip ja, aber …“  Doch die Faszination dieser Idee wird weiterhin Stoff für die „Fiction“ liefern.

Vor dem Starten ankommen. Über Zeitreisen und Warp-Antriebe. Chemnitz 2016 [erscheint im Juni]  

 

Fachbeiträge

 

Jakob Friedrich Fries (1773-1843): Eine Philosophie der exakten Wissenschaften. In: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für kritisches Denken. Ausgabe 6 (November                                              94).                                                                                                                                                     http://www.tabvlarasa.de/6/herm.php                                                                                                                                                               
Zur Raum-Zeit-Konzeption der modernen Physik. In: Perspektiven der analytischen Philosophie, Berlin/New York 1997, S. 390–398.   Onlineversion                                                   
Transzendentalphilosophie und moderne Physik. In: „Sokratisches Philosophieren“ Schriftenreihe der Philosophisch-Politischen Akademie. 4. Bd., Frankfurt a. M. 1998, S. 107–130.

Im endenden 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist die auf der Newton’schen Mechanik basierende Physik von einer Grundlagenkrise erschüttert, die erst durch die Spezielle Relativitätstheorie (1905) beigelegt wird. Allerdings führt die Spezielle Relativitätstheorie zu einer Relativierung von bislang als absolut (bezugssystemunabhängig) angesehenen Größen (wie z. B. Längen, Zeitintervalle, Gleichzeitigkeit). Es entsteht ein neues Raum-Zeit-Konzept. Als Niels Bohr im Jahre 1913 ein neues Atommodell vorstellt, das die Einführung sprunghafter, vermeintlich kausal nicht erklärbarer physikalischer Zustandsänderungen erzwingt, bahnt sich auch ein neues Bild von der Struktur der Materie an.

Angesichts dieser Sachlage sieht sich die Transzendentalphilosophie mit der Frage konfrontiert, welche Rolle die kantischen Vorstellungen von Substanz, Kausalität, Wechselwirkung, Modalität usw. bei der Interpretation der modernen Physik spielen und welches Verhältnis zwischen Kants Lehre von Raum und Zeit und der Raum-Zeit-Konzeption der Relativitätstheorie besteht.

Nelsons Kritik der Erkenntnistheorie und ihre Konsequenzen. In: Hogrebe, W./Herrmann, K. (Hrsg.): Jakob Friedrich Fries – Philosoph, Naturwissenschaftler und Mathematiker. Verhandlungen des Symposions „Probleme und Perspektiven von Jakob Friedrich Fries’ Erkenntnislehre und Naturphilosophie“ vom 9. bis 11. Oktober 1997 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Frankfurt a. M. 1999, S. 353–368. Die Frage nach der Möglichkeit einer Erkenntnistheorie beantwortet Leonard Nelson mit dem Hinweis auf die Widersprüchlichkeit eines erkenntnistheoretischen Kriteriums, das man zur Unterscheidung zwischen wahren und nicht wahren Erkenntnissen benötigt. Nelson schließt von der Widersprüchlichkeit eines solchen Kriteriums auf die Unmöglichkeit der Erkenntnistheorie.
Leonard Nelson und die Naturwissenschaften. In: Berger, A./Schroth, J./Raupach-Strey, G. (Hrsg.): Leonard Nelson – ein früher Denker der analytischen Philosophie? Ein Symposium zum 80. Todestag des Göttinger Philosophen, Berlin [u. a.] 2011, S. 169–191. Naturwissenschaften, Mathematik und Logik waren für Nelson von zentraler Bedeutung. Er pflegte bereits als Jugendlicher intensive Kontakte zu Naturwissenschaftlern und Mathematikern. Dadurch erhielt er Anregungen, die von Anfang an seine philosophischen Ansätze beeinflussten. Inspiriert von der Kant-Fries’schen Philosophie und der Axiomatik der Mathematik, konzipierte Nelson seine Philosophie als exakte Wissenschaft. Nelson übernimmt Kants Lehre von den Grundsätzen des reinen Verstandes. Bei diesen Grundsätzen handelt es sich um acht Prinzipien, die als Bedingungen der Möglichkeit für Erfahrung angesehen werden. Die Grundsätze entsprechen den vier Kategorien (Quantität, Qualität, Relation und Modalität). Keine empirisch gefundene Gesetzmäßigkeit könne diesen Grundsätzen widersprechen. Deshalb lehnt er das „Relativitätsprinzip der Elektrodynamik“ mit dem Argument ab, es verhindere die Anwendung der dritten Analogie der Erfahrung insofern, als es den Verzicht auf den Begriff der Gleichzeitigkeit von Naturerscheinungen erzwinge.
Das Apriori zwischen Psychologie und Metaphysik. In: e-journal Philosophie der Psychologie. http://www.jp.philo.at/index19.htm
Das Apriori und die Frage der Geltung wissenschaftlicher Erkenntnis. Sektion Erkenntnistheorie, 29.09.2014, XXIII. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Philosophie 2014 in Münster. Abstract und Präsentation. Online-Publikation in der Online-Datenbank der Universitätsbibliothek Münster. zitierfähiger Permalink: online Publikation  (Update mit Änderungen vom 06.10.2014).
Das Apriori, seine Geltung und Entdeckung – Ein  Rekonstruktionsversuch. In: Archiv für Begriffsgeschichte. Bd. 56  (2014), S. 5775. The problem of synthetic judgments touches upon the question whether philosophy is in fact
capable of making independent truth statements. According to Kant, synthetic judgments
formulate the conditions for the possibility of objectively valid knowledge a priori. As far as
empirical attempts at reinterpretation of the aprioristic fall short of this ambition, Kant’s a
priori goes deeper. This is because modern science strives towards objective knowledge,
although its statements are fundamentally fallible. The topic of synthetic a priori thus
continues to be relevant.
This paper will show that, in order to be viable at all, a modernized version of transcendental
philosophy must ‘depart from’ the concepts of “independence from empirics” and/or the
“purity” of the aprioristic. Kant’s reflections on non-pure synthetic a priori knowledge already
contain attempts at this. Furthermore, the aprioristic validity of knowledge does not exclude
the possibility, that it can be discovered empirically. Fries and, subsequently, Nelson
proceeded with this separation (initially ascribed to Reichenbach) between the contexts of
validity and discovery of knowledge, pointing out that the a priori can indeed be discovered
empirically, yet never be proven.
Currently, there are still a number of valid reasons for arguing that concepts from
transcendental philosophy (space, time, substance, causality, freedom and the distinction
between the noumenal and phenomenal worlds) continue to be of fundamental importance for
the modern sciences. However, it must not be neglected that, even within a modernized
framework of transcendental philosophy various unsolved problems remain and/or are created
(such as the unfeasibility of the aprioristic claim to general validity and necessity, the problem
of drawing a clear boundary between the noumenal and phenomenal worlds). Moreover, the
“beautiful structure” of the Kantian system, which constitutes much of its persuasive strength
,
Klaus Hentschel and Dieter Hoffmann (Eds.), Carl Friedrich von Weizsäcker: Physics – Philosophy – Peace Research (Review by Kay Herrmann). In: Journal for General Philosophy of Science, (2016), 1-5, DOI 10.1007/s10838-016-9329-9    Online First
Jakob Friedrich Fries und der Psychologismusstreit. In: Archiv für Begriffsgeschichte. Bd. 57 (2015), S. 176196.

To assert its position as the “Queen of the sciences,” philosophy responded to the developing trend in the mid-19th century to divide psychology from philosophy by coining the battle slogan of ‘psychologism’. However, specifically with regard to the philosopher Jakob Friedrich Fries (1773–1843), who was viewed as the principal representative of psychologism, this appellation truly does not apply. Fries never took seriously any ‘anthropologized apriori’ of the kind represented by evolutionary epistemology (for example, Konrad Lorenz). For Fries, the laws of logic and mathematics and basic philosophical principles are objective; they are universally valid and necessary. Instead, Fries clearly differentiates between the universal and necessary validity of the apriori on the one side and the empirical methods for its discovery on the other.

Umweltmanagement und Rationalität. Der Schatten von VW: Betrieblicher Umweltschutz auf dem Prüfstand. In: WiSt [erscheint in Kürze] 

Economic pressures, mounting environmental, security and health requirements, are all critical factors that shape economic action. With regard to environmental protection, an economic entity acting as homo oeconomicus finds himself in a situation resembling a prisoner’s dilemma. Signposts for a possible resolution of this dilemma include an environmental management system, a system of environmental law based on the principles of environmental ethics, and a new conception of human nature.

Ökonomischer Druck sowie steigende Umwelt-, Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen bestimmen das wirtschaftliche Handeln. Bezüglich des Umweltschutzes befindet sich das als Homo oeconomicus agierende Wirtschaftssubjekt in einer Gefangengen-Dilemma-Situation. Umweltmanagementsysteme, ein auf umweltethischen Prinzipien basierendes Umweltrechtssystem sowie ein neues Menschenbild zeigen Auswege.